Dieses Verfahren wird eingesetzt, um technische Infrastrukturen vor hartem Wasser zu schützen und kommt aus der Sanitärbranche. Es verbessert die Qualität von Trinkwasser nicht. Es eignet sich auch nicht besser für die Reinigung wie zum Beispiel das Reinwasser. Es werden lediglich die härtebildende Mineralien (Erdalkali-Ionen) mit Salz-Ionen ersetzt.

 

Unter Wasserenthärtung versteht man die Beseitigung der im Wasser gelösten Erdalkali-Kationen Calcium (Ca2+) und Magnesium (Mg2+). Diese zwei Stoffe reduzieren die Waschwirkung von allen Waschmitteln (Bildung von Kalkseifen) und zerstören mit der Zeit Geräte und Leitungen durch die Kesselsteinablagerungen. Aus umgangssprachlich hartem Wasser wird mittels Wasserenthärtung weiches Wasser erzeugt. Enthärtetes Wasser darf nicht verwechselt werden mit teilentsalztem oder demineralisiertem (vollentsalztem) Wasser. Vollentsalztes Wasser kann mit destilliertem Wasser gleichgesetzt werden.

 

 

Der Ionenaustauscher ist  mit Natrium voll beladen und bereit für die Teil-Enthärtung.

 Ionenaustausch 1                      
Magnesium und Kalzium treffen auf den Ionentauscher, Kalzium wird vornehmlich angezogen und verdrängt das Natrium. Teilweise werden auch andere Moleküle wie Magnesium angezogen und verdrängen das Natrium.

Ionenaustausch 2

Die Kapazität des Ionentauschers ist erschöpft. Die beladenen Anionen/Kationen sind vollständig ausgetauscht mit vorwiegend Kalzium und Magnesium. Kein Natrium mehr vorhanden auf der Ionenkugel. Das Kalk wurde durch Natrium im Wasser (Mikro-Salzwasser, basisch) ersetzt. Ein sehr schädliches Salz (Kalzium) wurde mit einem weniger schädlichem Salz (Natrium) ausgetauscht. 

Ionenaustausch 3

Wasser wird meist nur teilenthärtet. Man vermindert die Carbonathärte (Entcarbonisierung). Mittels Kationenaustauscherharz werden
Ca2+- und Mg2+-Ionen gegen eine äquivalente Menge Na+-Ionen getauscht. Das enthärtete Wasser enthält nun entsprechend mehr Na+- und fast keine Ca2+- und Mg2+-Ionen. Alle übrigen Ionen verbleiben im Wasser.

Die Regenerierung eines erschöpften Kationenaustauscherharzes erfolgt mit einer 8-12 %-igen Natriumchlorid-Lösung (Regeneriersalz).

Salzenthaerter